Vom gestern ins morgen

Sanierung eines Reetdachhauses aus 1833

Fast 200 Jahre Geschichte unter einem Dach – und knapp zwei Jahre intensive Sanierungsarbeit: Dieses Reetdachhaus aus dem Jahr 1833 war ein Projekt, das viel handwerkliches Können und vor allem Respekt vor der historischen Bausubstanz verlangte.

Als Zimmereibetrieb haben wir den Großteil der Arbeiten selbst ausgeführt: vom konstruktiven Holzbau über den Innenausbau bis hin zu zahlreichen individuellen Details. Darüber hinaus koordinierten wir die beteiligten Gewerke und entwickelten gemeinsam mit Fachleuten vor Ort passende Lösungen.

Außenbereich

Historische Substanz zukunftftsfähig gemacht

Die klare, traditionelle Gebäudeform und das markante Reetdach prägen die unverwechselbare Erscheinung des Hauses. Ziel der Sanierung war es, die historische Substanz und den ursprünglichen Charme zu bewahren und zugleich zeitgemäßen Wohnkomfort zu schaffen.

Dach und Dachfenster

Für die Integration von 22 Dachfenster in die traditionelle Reetdachkonstruktion haben wir eng mit einer Reetddachdeckerei zusammengearbeitet.

Ausgestattet mit elektrischen Außenrollläden sorgen die großzügigen Fenster unter anderem für helle und freundliche Innenräume und für einen optimalen sommerlichen Hitzeschutz. Fenster und Rollläden sind in das Smart-Home-System integriert und lassen sich so komfortabel steuern.

Innenbereich

Aus historischen Räumen wird ein modernes Zuhause

Beim Innenausbau kamen bewusst Materialien zum Einsatz, die der traditionellen Bauweise des Hauses entsprechen.

Lehmputz und Holz prägen die Innenräume und tragen zu einem angenehmen Raumklima bei. Die vorhandene Bausubstanz wurde, wo es möglich und sinnvoll war, erhalten und aufgearbeitet.


Der Wohn- und Essbereich im Erdgeschoss

Der offene Wohn- und Essbereich bildet den zentralen Aufenthaltsraum des Hauses. Die historischen Holzbalken blieben erhalten und prägen den Charakter des Raumes. Kochen, Essen und Wohnen gehen hier ineinander über.

Großformatige, verglaste Terrassentüren öffnen den Blick in den Garten und lassen viel Tageslicht herein. Neue Fenster wurden in Anlehnung an die historischen Vorbilder in die bestehende Architektur eingefügt.

Im Bereich des ehemaligen Heubodens wurde eine Galerie mit zusätzlichen Fensterflächen geschaffen. Durch die Öffnung des Raumes gelangt nun auch Tageslicht in die tiefer liegenden Bereiche des historischen Gebäudes.

Neue Ebenen für mehr Wohnraum

Durch die Integration zusätzlicher Ebenen wurde weiterer Wohnraum im Gebäude geschaffen. Großzügige Fensterkombinationen sorgen auch in diesen Bereichen für reichlich Tageslicht und eine helle, freundliche Atmosphäre.

Ein besonderes Highlight sind die maßgefertigten Hochbettebenen in den drei Kinderzimmern. Sie nutzen den vorhandenen Raum optimal aus, schaffen zusätzliche Flächen und bieten zugleich gemütliche Rückzugsorte.


„Das Ergebnis ist ein Haus, das seine fast 200-jährige Geschichte sichtbar bewahrt und gleichzeitig modernen Wohnkomfort bietet.“